Minza will Sommer: Abrechnung | Meine Ökobilanz 2017

Donnerstag, 1. Februar 2018

Abrechnung | Meine Ökobilanz 2017

Es ist super, dass das Dings mit der Nachhaltigkeit nicht nur eine Sache umfasst, sondern mit voller Bandbreite aufschlägt. Umso mehr Möglichkeiten gibt es sich die Rosinen rauszupicken. Welche Rosinen? Die Rosinen der Leichtigkeit! Druck haben wir doch alle genug. Der erhobene Zeigefinger fordert eher Revolte oder Boykott heraus, als dass er einander auf Augenhöhe bringt. Die stete Konzentration auf das Schlechte, die Ohnmacht, lähmt. Der Blick aufs Gute, Handlungsmöglichkeiten, Chancen sind ein Ansporn, jeden Tag aufs Neue. Verzicht ist ein schlechter Begleiter, Überzeugung hingegen ein Motor der sich verselbständigt, darauf darf man vertrauen, alles zu seiner Zeit. 'Deshalb umgebe dich mit weisen Worten, wenn du weise werden willst.' Hat irgendjemand gesagt/geschrieben, fand ich gut. 

Was is nu die Bandbreite die die Ökobilanz in Wallung hält, wo sind die Rosinen?
Im Angebot wären die Bereiche Wohnen, Kleidung, Ernährung, Reisen, Finanzen, Beruf, Mobilität, Haushalt, Hygiene, Kosmetik, ... und vielleicht habt Ihr noch mehr in petto: Gesundheit, Krankheit, Sport, Schule, 
Spielzeug, Nähen, Tierhaltung, Hausbau, Event, Elektronik, Digitales, ... ? Los gehts!

Mein persönliches Fazit für 2017 und die Legende der Bewertung:
+ steht für gut
- steht für (noch) nicht gut


Persönliche Ökobilanz, Bereiche der Nachhaltigkeit, Naturkosmetik, Zero Waste im Bad, Zero Waste in der Küche, Unverpacktladen, Zero Waste in allen Lebensbereichen, kunststoffrei leben, Fairfashion, nachhaltig einrichten, Ethikbank, Naturstrom, Zero Waste im Büro, umweltschonend reisen


Kleidung

Zur Einstimmung mal lässig aus der Hüfte mit der Lieblingsrosine angefangen:
+ Mit meinem Konsum von Kleidung, und Schuhen und allem was dazu gehört, bin ich zufrieden.

+ Waren es 2016 noch sechs neue Fastfashion-Teile neben dem üblichen Secondhandkauf, war es 2017 kein einziges. Keine Socke, kein Schmuck, keine Schuhe, keine Badesachen, kein Schal, kein Regenschirm oder Schnürsenkel, keine Sonnenbrille, nichts.
+ Im letzten Jahr habe ich mir jedoch ungewöhnlich viel Neues gekauft, alles Fairfashion, fast alles lokal in meinen Kölner Fairfashion-Lieblingsläden oder auf Reisen in entsprechenden Läden, so um die 25 Teile. Davon ist die Hälfte Unterwäsche.
- Ja, fast alles lokal und auf Reisen. Die Unterwäsche habe ich leider online geshoppt, zwar auch 'Ff', aber da werde ich hier meinem Geschmack entsprechend noch nicht fündig und wollte nicht wie sonst bis zum nächsten Großstadtbesuch
warten. Nicht optimal, sagichma.
 - Und noch 1 x online gekauft: Das Éthical-T-Shirt von Dariadaria. Im Nachhinein finde ichs komplett beknackt, völlig überflüssig. Besser: 2.Hand ein Shirt kaufen, was drauf schreiben, fertig. Wäre nu nicht das erste Mal gewesen.
+ In meiner Lebenssituation bedarf es eigentlich keiner Onlinekäufe, aber in anderen Lebensverhältnissen geht es kaum ohne. Und jeder Bedarf lässt sich ethisch fairer decken als die Machenschaften
von Amazon & Co. per Stimmzettel/Bezahlung zu befördern. Es gibt zahlreiche Fairfashion-Onlineshops und Onlinehändler für jedweden Bedarf.
Was mich zum steten Wachsen des Fairfashionsegments umtreibt ist die Erkenntnis, dass auch innerhalb der 'grünen Branche' nicht alles 'grün und fair' ist wo 'grün und fair' draufsteht. Greenwashing / Green Fashion, auch ein Thema. Greenwashing können nicht nur H&M, Ikea + Co.. Es ist so schwer das innerhalb der 'grünen Branche' genau auseinander zu klamüsern, es ist nicht so plump und mit einfachem logischen Menschenverstand aufzudecken wie bspw. bei Kik und Hema, deshalb ist und bleibt mir Gebrauchtes das Liebste.

+ Viele gut erhaltene Sachen wurden ausgemistet, zu meinen Sozialkaufhaus-Lieblingen gebracht und nur wenig Gebrauchtes gekauft, teils mit einfachen Mitteln passend verändert. Ich lieb einfach einen langsamen, aber steten Wechsel in der Garderobe.
+ Brandaktuell zu Karneval: Im letzten wie in diesem Jahr gibbet nix Neues, da befolge ich meine eigenen Geheimtipps und Alternativen zu Polyester und Fastfashion.



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Wohnen

Da hab ich mir auf den letzten Metern die Bilanz versaut. Nee, is kein Wettrennen, aber mann, ich weiß es doch besser!
- Eine neue Klobürste des Fastdekoartikelkonzerns Depot wars. Variante 2.hand-Blumentopf mit Bürste war mir nich schick genug, der Favorit nur online zu haben. Pfffff... Ey!!! Naja. Jeder Tag ein Anfang, ne?
+ Sonst tiptop. Den alten Herrenkleiderschrank konnte ich dank Ausmisten verkaufen, das Studentensofa habe ich verschenkt, steht jetzt in nem Jugendzimmer aufm Bauernhof und das neue hab ich für 120 € bei BfO gefunden. Jahrelanges Suchen nach dem passenden Sofa, 103698 Nachfragen bei Herstellern zu Materialien und Produktion, das Budget steigt mit den Jahren des Suchens und Sparens, Baupläne fürs Traumsofa liegen in der Schublade - Schluss damit, nach 5 Minuten Überlegung war das neue alte meins. Kein Highlight, aber okay und funktionaler als das alte.
+ Nix online gekauft, alles lokal in meinen favorisierten Secondhandläden.
+ Blumen kaufe ich seltener und wenn in Ninas Goldregen, sie versucht, dem Verständnis von sozialer Fairness und ökologischem Bewusstsein mit Ihrem Blumenangebot nachzukommen. Jedoch ist selber denken
und immer wieder nachfragen m.E. unumgänglich, in welchem Laden auch immer. Online-Blumenkauf - never ever.
- Pflanzen habe ich viele gekauft, für die Butze, für den Garten und bei einigen habe ich es trotz Einhalten von Hinweisen nicht geschafft sie gesund zu halten. Auch die Herkunft spielte dabei zu oft eine untergeordenete Rolle. Nur ein paar Pflanzen waren Ableger von Leuten aussem Umfeld, über Kleinanzeigen gekauft und abgeholt oder von besonderen Gartenläden, deren Philosophie eine naturbezogene und naturerhaltende ist.
+ Aus Versehen habe ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht und einen Gutschein über ein paar Hundert Euro gewonnen. Schön!! Aber der Gutschein war von einer höher preisigen Möbelmarke die nicht für Nachhaltigkeit steht. Was machen? Wäre es doch ein Gutschein von Grüne Erde gewesen, ich habe da einiges an Bedarf rund ums Bett und hätte nix gegen finanzielle Unterstützung gehabt. Nach Abwägen verschiedener Optionen und der Einwilligung des Konzerns, wurde der Gutschein in Geld umgewandelt und an eine von mir gewählte Organisiation gespendet. Für nen guten Zweck was zu gewinnen fühlt sich gut an!



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Hygiene, Pflege + Kosmetik

Ist okay, mit Ausnahmen. Langfassung im Beitrag zu Zero Waste im Bad I simpel + gut. Kurzfassung:
+ Bambuszahnbürste und Dentatabs
+ Seife für Körper und Haar
+ Öl statt Creme, alles aussem Unverpacktladen ums Eck.
+ Denimlappen zum Abschminken und statt Wattestäbchen und anderem Einmalgedöns, aus unreparablen Jeans geschnitten.
+ Stofftaschentücher statt Papier~

+/- Recyceltes/recyclebares Toilettenpapier, keine Pobrause o.ä.
+ Keine Tampons und Binden zur Monatshygiene. Mehr dazu im verlinkten Beitrag oben.

+ Haargedöns wie Spangen und Haargummis finde ich immer wieder zu Hauf aus 2. Hand. 
- Nicht so top sind meine Kosmetika. Zwar kaufe ich lokal und nur Naturkosmetik, aber Wimperntusche, Lippenstift, Concealer, ... alles in nicht wiederbefüllbaren Behältnissen. Einiges ist im Glas (Concealer), viel in Kunststoffbehältern (Mascara). Besser wäre es das Zeug selbst zu machen, so wie Gittemary Johanson z.B.. Auf Kosmetik komplett zu verzichten kommt für mich nicht in Frage.

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Haushalt + Putzen

+ Wäschewaschen und Spülen mit Efeu,
+ Putzen mit dem Spüli oder Natron, Soda, Zitronensäure aussem Unverpacktladen.
 
+ Aufbewahren wie eh und jeh in Porzellanschalen, alten Schraubgläsern (Etiketten mit Milch drauf kleben), warum-auch-immer Plastikbehälter waren noch nie so meins.  
+ Müll wird in Eimern getrennt entsorgt, Müllbeutel brauche ich nicht. Der Biomüll wird in einem mit Zeitungen ausgelegten Korb gesammelt, da darfs auch mal noch etwas feucht sein, entsorgt wird in Papier gewickelt in die Biotonne. Eine Wurmkiste o.ä. ist unpassend für meinen Bedarf.
+ Einkauf wie von hauseaus mit Beutel und mit vielen weiteren in verschiedenen Größen zum unverpackten Einkauf
+ Wachstücher statt Folie,  
+ Küchenrolle habe ich noch nie wirklich gebraucht, die Lappen aus alten T-Shirts liegen dennoch griffbereit. Besucher die sich hier allein versorgen, werden da schomma hektisch, dann rufe ich bei plötzlich eintretender Orientierungslosigkeit "unter der Spüle reeeechts" und alles ist im Döschen, bzw. im Lappen. 
+/- Nach Jahren des Fegens und Wischens habe ich mir letztes Jahr mal wieder einen Staubsauger gekauft. Mein erster neu gekaufter. Der hat keinen Staubsaugerbeutel, prima zu handhaben. Ökomäßig besser war zwar das Fegen und Wischen, aber naja - ich Rosinenpicker.

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Lebensmittel

+ Reis, Nudeln, Nüsse, Mehl, Zucker, Salz, Schokolade, Weingummi,... alles was trocken und erhältlich ist, wie auch Öl und Essig, kaufe ich in Unverpackt-Läden.
+
Obst und Gemüse meist auf dem Ökomarkt vom Demeter-Hof, Brot gibts da auch, wie auch unverpackten Frischkäse,  Joghurt im Pfandglas. Ein Abo einer Gemüsekiste ist für meinen Bedarf in meiner Wohnlage unpassend.

- Manchmal kaufe ich aber auch bei Alnatura/Denns/Basic ein und ganz manchmal auch bei Rewe. Discounter meide ich total. Eine Doku zum Entstehen und der Philosophie von Discountern (Aldi-Doku), hat mich von dem Prinzip komplett verabschieden lassen.
- Schmandt und Quark finde ich für meine geringe Bedarfsmenge nicht im Glas, müsste ich mir mit anderen Teilen. Aber da bewegt sich ja was, wird schon.
+/- Veganismus finde ich in verschiedener Hinsicht richtig, aber nicht durchgängig. Was nu? Fleisch esse ich selten, mal 7 Jahre nix, dann doch mal 5 Bratwürste in einem Jahr, jetzt wieder seit ich-zähle-es-nicht nix. Wie viel Prozent Vegetarier bin ich? Für tierische Produkte (Bsp. Milchprodukte) gibt es zunehmend guten Ersatz, rein pflanzlich oder ohne üble Zusatzstoffe, ohne Zutaten vom anderen Ende der Welt - kaufe ich. Von den Kategorien des Essverhaltens als Lebensphilosophie halte ich wenig, finde sie lediglich auf der Karte im Restaurant zwecks schneller Futterzufuhr bei knurrendem Magen hilfreich.
+ Ich mag Wasser. Leitungswasser. Immer. Oder mal n Gin (weiterverwertbare Glasflasche) ;). Aufgewachsen in nem Sodastream-Haushalt seit den 90ern, steht auch hier einer zum Aufsprudeln bei Bedarf.
+ Zum heißen Wasser mal lose Teeblätter, frische Minze oder Ingwer, mal pur.  
+ Ein Neukaufhighlight 2017: Metall-Eis-am-Stiel-Formen. Sauteuer, wahrschelinich den Preis wert für die Herstellung und sowas von lohnend, weil im Sommer ständig in Benutzung.
+/-
Leider ↑ ein Online-Kauf (der dritte), was habe ich gesucht, rumgefragt, ... ich wollte nicht die X. gebrauchte Kunststoff-Eis-am-Stil-Förmchen-Batterie nach dem meine kaputt war und ich fand auch keine. Also eigentlich voll okay.

+/- Meist befülle ich die Formen mit Saft aus recyclebaren Glaspfandflaschen oder -nicht so toll- aussem Tetrapack.  Luft nach oben.
+/- Sich Essen liefern zu lassen ist mit zusätzlichem Müll verbunden. Schön, wenn die Lieferanten geradelt kommen. Vielleicht so 4 x im Jahr habe ich mir was bringen lassen und auch das war eigentlich schon überflüssig, deshalb im vergangenen Jahr reduziert.
 - Was auch nicht optimal läuft: selten aber mir is manchmal danach: Chips in der Tüte,  TK-Erbsen (ich liebe sie grad so) in beschichteter Pappe, ebenso das lecker Alnatura-Schokokadeneis und zwischendurch mies produzierte Schokolade.
 - Mein größtes Übel: Ich kaufe fertig zurecht gemachte Salatblätter in Tüten, damit ich im Büroufo nicht mehr zupfen und waschen muss. Aber die Salatlustphase zum Mittagessen wird gerade langsam durch eine Müsliphase abgelöst. Gut so.


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Reisen

+ Der Ökobilanz zuträglich, ich habe kein stark ausgeprägtes Fernweh, bin sehr leicht glücklich zu machen. Mit der Bahn ins Grüne oder ans nächste Meer, da beginnt die Reise und Entspannung schon am Bahnsteig.  
- Trotzdem steige ich auch innen Flieger - letztes Jahr die Reise nach Stockholm. Kompensationsmöglichkeiten beruhigen das Gewissen bedingt, denn vermeiden ist logischerweise besser als ausgleichen.


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Unterwegs

+ Getränke ohne Strohhalm bestellen,  
+ kleine Glasflasche mit Wasser immer anbei,  
+ zu Straßenfesten mit Dose und Besteck unterwegs für Salat, Suppe, Kuchen, ... was auch immer.  
+ Stofftaschentuch immer dabei für laufende Nase, dreckige Finger oder Teilchenrest. 
- Klappt noch nicht perfekt, manchmal bin ich mit Begleitung so ins Gespräch vertieft oder es ist mir auch mal egal (müde, kalt, dunkel), dass ich mir doch ne Papiertüte, Papierserviette oder n Strohhalm geben lasse, ichs nicht schnell genug checke. Gut, dann benutze ichs nicht, aber ein mal ausgegeben, wandert es in den Müll.
-  Ich gehe gerne auswärts essen und auch da isses n Thema. Zero Waste bedeutet ja nicht nur den Müll daheim einzusparen, sondern auch den, den ich wo auch immer ich bin, mitverantworte. Wie gehen Imbissbuden, Restaurants mit dem Thema um? Zero Waste Restaurants sind da gute Vorreiter und der Imbissbudenbesitzer ums Eck ist meist flexibel und packt den eigenen mitgebrachten Teller voll (oder was auch immer zu Gericht und Weg passt).


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Strom

+ Ich beziehe schon viele Jahre Ökostrom von Naturstrom.
+ Stromsparen ist eine Selbstverständlichkeit und wenn ich mich anhand von Empfehlungen orientiere, bin ich gut dabei.
- Anders ist es mit meinem Digitalkonsum. Den Klapprechner, das Handy nutze ich viel, bei der Arbeit sowieso (wenn ich nicht auf der Baustelle stehe oder in Terminen sitze).
+/- Die Umstellung auf die 'baumpflanzende' Suchmaschine Ecosia ist eine gute Sache. Jedoch liefert sie, wenn es themenspezifischer wird, so miserable Ergebisse, dass ich bei der Arbeit bei Google bleibe.

Finanzen + Versicherung

- Ich bin immer noch Kundin bei der Sparkasse. Seit wann habe ich vor zu wechseln? Peinlich. Es gibt Gründe und auch viel Augenwischerei. Ja, es gibt üblere, Privatbanken z.B. (Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank, ...) die mit dem Geld ihrer Kunden u.a. in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft, Lebensmittelspekulationen involviert sind. In meinem Vergleichsranking vorne ist Triodos, danach GLS. Soweit bin ich immerhin, tooooll! Nicht.
-
Noch gar nicht auseinandergesetzt habe ich mich mit Anbietern von Haftpflicht- und KFZ-versicherungen. Was machen die mit den Geldern? Da geht bestimmt was besser. Nicht die Versicherungsdichte, die Anbieter. ;) Versicherungsvertreter würden mich sicher als schwer unterversichert betrachten.
+ Bei der Securvita bin ich seit ein paar Jahren krankenversichert. Lt. deren Haltung, dem Leistungsangebot für u.a. alternative Medizin und unmauert durch den Artikel Nachhaltige Versicherung, grüne Rente und Krankenkasse bin ich recht zufrieden mit der Wahl.
+
Direkt ins Portemonnaie geschaut, für manches gebe ich mehr aus, für anderes deutlich weniger. Per se teurer ist ein Lebenswandel der sich um Aspekte der Nachhaltigkeit bemüht nicht, ganz klar! Dazu schwimmt ebenso ein Beitrag in den Weiten meines "unveröffentlichen Blogpostmeers" der das zu belegen versucht. Kurz:

Mehrkosten: Lebensmittel.
In Waage: Kosmetik teurer, aber bedarfsgerechter, keine Spontankäufe.
Einsparung: Kleidung, Wohnen, Hygiene/Pflege, Putzen.


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Mobilität

+ Fahrrad und Bahn für Privatwege, mit Ausnahmen. 
- Auto für Arbeitswege, mit wenigen Ausnahmen, oft immerhin mit Mitfahrerin. Der Arbeitgeber stellt keinen Baustellenwagen,  das Car-Sharing-Netz ist zu kurz gestrickt, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der zeitliche Aufwand zu enorm, die Fahrzeiten lassen sich nur begrenzt zum Arbeiten nutzen. Ich habe noch keine bessere Lösung gefunden. Arbeit überhaupt.....


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Nicht meine Karre vor dem Gebrauchtwarenkaufhaus BfO in Köln.


Arbeit // Architektur

- Die Baubranche boomt zwar (zwangsläufig) in Sachen Energieeinsparung, aber es ist nu kein Geheimnis, dass die Sache alles andere als rund läuft, betrachtet man das Gesamte. Das Einsetzen von nicht recyclefähigen Materialien widerstrebt mir zutiefst, das als minikleines Beispiel einer ganzen Materialkette die im Bau zum Einsatz kommt. Zwar bin ich hauptsächlich mit Sanierungen beschäftigt, dem Erhalt von Wohnbestand (grüne Wiesen bleiben grüne Wiesen) und wir bauen hauptsächlich mit Holz, gerade an einem DGNB-zertifizierten Bau (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen), aber wenn der Kunde in anderen nicht zertifizierten Objekten trotz Aufklärung PVC-Böden in seinen Sozialwohnungen verlegen will, dann kriegt er ihn.
Deswegen das Büro zu wechseln in eines, das sich dem ökologischeren und sozial fairen Bau in seiner Gesamtheit konsequent widmet, kommt für mich nicht in Frage. Ich kenne auch kein Büro mit der Konsequenz.
Der Versuch Papier einzusparen fällt schwer. Variante Schmierpapier und beidseitig bedrucken ist klar, aber viele Formalien werden digital schlicht nicht akzeptiert, haben rechtlich keinen Bestand. Hinzu kommt, ich bin eine Papier-Leserin. Das Durcharbeiten langer komplizierter, teils elend trockener Texte, trägt Früchte wenn ich markiere und Stichworte beikritzel. Digital haperts an der Konzentration.

 - Als Ökotante bin ich unter meinen Chefs und Kollegen recht allein. Die Kaffeetrinker bevorzugen Kapselkaffee, richtig übel. Bemerkungen muss ich zwischenzeitlich machen, aber ich will auch keinem auf den Sack gehen und außerdem, ich mit meinen Salat-in-Tüten-Phasen... . Immerhin haben wir einen Sodastream.
- Bürobedarf wird online gekauft. Bei den Mengen auch mit gutem Grund. Gerne bei Memo, aber leider haben sie nicht alles. Spezielleres wie Stifte, Dreikant, ... und Skizzenrolle gibts lokal bei Boesner.



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Blog

Nichts sonderlich Neues, ich habe Kritik am Bloggen und bleib mir und meinem Verständnis davon wie sich Nachhaltigkeit als Interior-, Fashion, Beauty-,... Blogger umsetzen lässt treu. 
+ 2017, noch mehr Idealismus aufm Blog statt Materialismus. Nix Neues, statt Konsum mittels Produktvorstellungen, Affilate-Links und Werbebannern voranzutreiben, liegt mein Interesse eher bei Diskursen zu alternativen Haltungsformen und Handlungsweisen.
+ Kooperationsanfragen: 100 % abgelehnt im vergangenen Jahr.; Naturkosmetik in Kunststofftuben, Biowässerchen mit Schwipps, Fitnessstudiotesttage, Fernsehproduktionen zur Wohnchallenges, handgemachte Notizbüchlein/Stoffbinden/Halstücher, Blumenabos, Autotestfahrten, DIY mit Bodenbelägen, Stuckleisten aus Styropor, Affiliate Programme mit großen Versandhäusern, ... etc.
+ Veranstaltungseinladungen müssen ebenso wie eh und jeh einstellungsmäßig passen oder der Gastgeber ist offen für kritisches Nachfragen und ich hab grad Bock drauf. Mir steht nicht jeden Tag der Sinn nach Konfrontation.
+ Goodiebags? Stehen lassen. Kein 76. Baumwollbeutel, den 8. CoffeeToGo-Becher, den 639. Einweg-Kuli, das 64. Notizbuch mit Werbebanner,... und lauter Altpapier. Es sei denn es ist mal was drin, das ich/mein Umfeld auch wirklich nutzen möchte, nehme ich herzlich dankend an. Ich stelle in Frage, ob es Goodies überhaupt braucht, aber wenn, fand ich die Idee bei einem Fairfashionevent von FemNet mit der Goodie-Bar gut: jeder nimmt sich was er braucht, was ihn interessiert, der Rest bleibt.
+ Statt zig Visitenkarten zum Tausch bei Bloggerevents/Messen, eine reicht zum Abfotografieren oder man folgt direkt einem Kanal um später in Ruhe weiteres Nachzusehen, schickt eine Mail...wie auch immer. Das Papier, die Chemie zum Druck, die Versandwege braucht es m.E. nicht.
+ Als Liebhaberin von Social Media und anderen Kanälen, geht es auch ums Handy. Kein neues Handy kann so fair produziert werden (ob Shift- oder Fairphone), mit so wenig belasteten Materialien verbaut sein, dass es im Sinne der Nachhaltigkeit besser wäre als jedes gebrauchte Mobiltelefon. U.a. dazu hier ein aktuelles Interview zu Apple, Samsung, ... mit Fairphone-Geschäftsführer Bas van Abel. Die Foto- und Tonqualität meines gebrauchten Handys für z.B. Instagram, nervt mich mitunter ziemlich. Aber die Vorzüge eines neuen Telefons gehen auf übelste Kosten anderer - Fotoqualität vs. Kinderarbeit, etc. - nein danke.


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Fazit

Und je länger ich nachdenke, um so mehr fällt auf, wo es noch ordentlich hapert, aber auch, dass ich in vielen Bereichen zufrieden bin. So viele lobende Worte mich schon mal erreichen, die Ehre gebührt anderen, die 100% strebe ich nicht an, Perfektionismus macht mir Angst. ;) Und ich setze auf die Gemeinschaft - jeder macht es passend zu seiner Einstellung und so viel und gut er in seiner ganz individuellen Lebenssituation kann. Die Sache ist richtig wichtig, es ist kein Wettbewerb, kein Spiel, es ist mehr - not.wendig für Natur, Mensch und Tier.

Soweit meine persönliche Abrechnung mit mir selbst, ohne Anspruch auf haltloser Allgemeingültigkeit. ;) Auf die Rosinen + ein 'grüneres' 2018!

Liebe Grüße . Maren

Kommentare:

  1. Ach Du!
    Jeder wie er kann UND will. Wollen ist bei vielen wohl der Haken. Mangels vernünftiger Aufklärung. Und da kommst Du ins Spiel: Du bist nicht der erhobene Zeigefinger sondern schlägst vor und sagst warum. Das ist deutlich smarter als mit dem selbst gesammelten Treibholz auf die Köppe der Konsumenten zu kloppen! Chapeau, das kannst Du sehr, sehr gut! Weiter so!
    Und Deine Toleranz mit Dir und den anderen! Weiter so!!
    Ich hab doofe Haut, da suche ich noch nach Lösungen. Ich hab wenig Geld, das treibt mich leider ,mangels Alternativen , oft zu den Discountern. Wenigstens versuche ich da ordentliche Produkte zu kaufen!
    Wir arbeiten dran und Deine Bilanz hat mich noch auf einige Ideen gebracht!

    Bis bald
    Rita

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    Antworten
    1. Du sagst es, Rita! Hingucken wollen, sich auseinandersezten wollen, Lösungen wollen, ... Da fängt es an und daran scheitert es so oft, weil es erstmal unbequem ist, den Spaß zu nehmen scheint, das eigene Wertesystem ins Wanken bringt?! Es macht doch auch Spaß und tut der Seele gut nicht auf Kosten, zum Nachteil anderer zu leben und zu konsumieren - das als Ziel.

      Tut gut was Du zum Zeigefinger schreibst, danke, darum geht's mir + dass ich Dich auf Ideen bringe find ich noch supererer (was denn???), jetzt noch das Richtige für Deine Haut... Ich hoffe Du findest Gutes passend zum Geldbeutel!

      Herzliche Grüße!

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  2. Liebe Maren,

    Wahnsinn, wie schonungslos ehrlich du mit dir ins Gericht gehst!
    Das finde ich sehr bewundernswert und denke, wenn nur ein paar (viele) Menschen ein bisschen so denken würden wie du - da wäre schon so viel getan.

    Dass man nicht alles perfekt machen kann (und manchmal auch nicht möchte, weil Bequemlichkeit und Luxus und überhaupt) ist logisch. Aber die Ziele zählen. Das mit der Bank treibt mich übrigens auch aktuell um...

    Liebe Grüße
    Jenni

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    Antworten
    1. Liebe Jenni, danke Dir für Deine Worte! Ich kann gar nicht anders als ehrlich mit mir zu sein, soweit bewusst, wenn nicht mit mir selbst, mit wem dann?

      Bei schonungsloser Ehrlichkeit macht wohl der Umgang damit den Unterschied. Ärger ich mich, bin ich genervt oder setze ich mit Milde und Geduld neu an oder passt es mit gutem Gewissen einfach nicht für mich, dann isses okay, völlig wumpe wie andere die Situation bewerten, die stecken nicht in mir drin.

      Auf den Bankwechsel! ;)
      Liebe Grüße . Maren

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  3. Danke für die spannende Liste. Schon den Beitrag über das "Zero Waste Bad" fand ich toll. 2014 bin ich zufällig auf Bea Johnson und ihr "Zero Waste Home" gestossen und führe seitdem kleine Veränderungen ein (da ist bei uns noch viel Potenzial). Auf die Idee, mein eigenes Geschirr mit zu Veranstaltungen zu nehmen, bin ich noch nie gekommen. Danke :).

    Überrascht hat mich bei Deiner Konsequenz nur, dass Du ein Rezept mit Avocado geteilt hast. Meine ganze Familie liebt Avocado, bei mir isst allerdings immer das schlechte Gewissen mit, trotz Bio-Qualität.

    Ich bin gespannt auf weitere Anregungen und Erfahrungsberichte.

    Viele Grüße,
    Merle

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    Antworten
    1. Lieben Dank, Merle,
      das freut mich sehr + ja, hier auch, lauter kleine Schritte.

      Überrascht bin ich, dass Du über meine Inkonsequenz überrascht bist! ;) Aber gute Kritik, ich übe weiter an meiner 'Aussendung', denn das Werben für 100%ige Konsequenz ist so ziemlich das Gegenteil von dem was ich sagen möchte - kleine Schritte eben, jeder wie er mag und kann.

      Das mit der Avocado is so ne Sache, Du sagst es. Nach dem Abwägen verschiedener Gesichtspunkte (Häufigkeit, Herkunft, ...) geht das in Ordnung für mich. Vielleicht hätte ich meinen inneren Diskurs dazu, die Infos die ich zu den verschiedenen Anbauorten und -arten so habe dazu schreiben sollen? Trage ich vielleicht noch nach... Guter Einwand, danke! Mein Schokoladenkonsum verdient das Prädikat ‚überrascht‘ leider deutlich mehr!

      Viele Grüße . Maren

      Löschen
  4. Liebe Maren,
    Hut ab vor so viel Ehrlichkeit und Konsequenz.
    Ich bin leider noch laaange nicht so weit wie du, aber dein Beitrag hat mich gerade wieder angespornt etwas besser zu werden (also zumindest Zero Waist technisch )
    Und von meinen ganz persönlichen Fortschritten erzähle ich auch immer gerne anderen, um die vielleicht etwas zu motivieren.
    Liebe Grüße
    Vroni

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    Antworten
    1. Liebe Vroni,

      Ansporn ist gut, das freut mich sehr + ich habe andere Baustellen wo ich noch laaaaange nicht so weit bin. ;)

      Liebe Grüße . Maren

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  5. Sehr beeindruckend!Ermutigend und nachahmenswert!Ich arbeite weiter daran und gebe nicht auf!
    Respekt vor soviel Ehrlichkeit!

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    Antworten
    1. Hallo Anonym,

      danke! Da Du anonym bist, spreche ich alle Anonym an. Denn wieder merke ich, dass ich mit dem Lob/Respekt vor der 'Ehrlichkeit' ein Problem habe, ob bei anderen oder mir. Lüge ich sonst, oder was? ;) Ist Ehrlichkeit so besonders, so wenig selbstverständlich dass es gelobt gehört?

      Es würde mich Mut und Überwindung kosten hier nicht ehrlich zu sein (auf die Idee müsste ich erstmal kommen)! Ich denke, da ist was anderes gemeint und so verstehe ich das jetzt mal.

      Also danke für Dein Lob - kein Ding! ;)

      Löschen
  6. Das "Problem" mit der Schokolade hat sich bei mir gelöst, seit ich die Gute Schokolade entdeckt habe.
    https://www.plant-for-the-planet.org/de/mitmachen/so-kannst-du-mitmachen/die-gute-schokolade

    Viele Grüße,
    Merle

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    Antworten
    1. Lieben Dank für Deinen Tipp! Die Gute Schokolade kaufe ich auch ab und an, neben all den anderen Marken die es bei Alnatura/Denns/Basic bei mir ums Eck gibt, favorisiert die aus dem Unverpacktladen.

      Der Geschmack jedoch lässt mich immer wieder mal schwach werden, verdammt. Abhilfe - Ich muss mir wohl noch mal Dokus über die Herstellung ansehen, da vergeht einem eigentlich jeglicher Appetit.

      Viele Grüße!

      Löschen

Ich freue mich über Deinen Kommentar - das macht aus meinem Monolog einen willkommenen Austausch!

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